Samstag, 4. Februar 2012  
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Energiesparverordnung
Gute Wohnungen bald nur noch für Reiche
Die Klimaschutzambitionen der Bundesregierung führen schon im kommenden Jahr zu massiven Mehrbelastungen von Bauherren...
Die neue Energiesparverordnung treibt die Baukosten in die Höhe.
Nach der neuen Energiesparverordnung soll der Energieverbrauch in zwei Schritten um jeweils 30 Prozent gegenüber der vorangehenden Stufe reduziert werden. Um diese Ziele zu erreichen, müssen Bauherren so viel Geld investieren, dass sich der finanzielle Mehraufwand auch bei einem deutlich geringeren Energieverbrauch mittelfristig nicht rechnet. Das geht aus einer aktuellen Studie der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM) hervor.

Schrittweise in die Verlustzone
Bereits die Realisierung der ersten Stufe ab 2009 verteuert den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern um 25 bis 47 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei einer Wohnfläche von 46 Quadratmeter pro Familienmitglied sind das für einen Drei-Personen-Haushalt Zusatzkosten von gut 4960 Euro pro Kopf. Die Folge: Wer seine Immobilie selbst nutzt, kommt frühestens nach 15 Jahren in die Gewinnzone.
Völlig unwirtschaftlich werden Bauvorhaben laut DGfM bei der Umsetzung der zweiten Stufe ab 2012. Die notwendigen Investitionen verteuern den Quadratmeter Wohnfläche drastisch. Für einen Drei-Personen-Haushalt entstehen dann Zusatzkosten von 12 000 Euro und mehr. Bei Eigennutzung gleichen sich diese Kosten erst nach 20 Jahren durch Einsparung von Energiekosten aus. DGfM-Geschäftsführer Ronald Rast: „Vor diesem Hintergrund wird sich bald niemand mehr für Investitionen in den Wohnungsbau entscheiden“. Schon jetzt komme es bei Wohnraumversorgung speziell im unteren und mittleren Segment zu Engpässen. Betroffen seien vor allem Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Seniorenhaushalte. „Gute Wohnungen können sich bald nur noch die Reichen leisten“, so die Befürchtung des DGfM-Chefs.
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